Die Bibel in der Populärsprache und religiöse Reformen

Internationales Kolloquium

Bei den religiösen Entwicklungen in Nordwest-Europa diente die Bibel als Referenzpunkt, als Stein des Anstoßes oder wurde auch nur um ihrer selbst willen thematisiert. Zum Beispiel: hat der Laie das Recht, die Bibel – in der Populärsprache – zu lesen, insbesondere zu interpretieren, und wenn ja, gilt das für alle Teile der Schrift? Oder wird der Pastor, der Prediger letztendlich doch als vermittelnde Instanz zwischen Gottes Wort und dem Gläubigen gesehen? Inwiefern also war der Laie nicht nur der passive Empfänger einer Bibelübersetzung, sondern auch jemand, der einen gezielten Einfluss auf den Übersetzungsprozess ausübte?

Auch in der Neuzeit ist die Frage, in welchem Maß Laien die Bibel lesen können und dürfen, noch immer offen. Forderungen, den Text an die Bedürfnisse des modernen Lesers anzupassen auf Basis der bibelwissenschaftlichen Erkenntnisse, riefen und rufen stets auch Widerstand hervor, da ein Teil des Kirchenvolkes an der etablierten und als “erhaben” empfundenen Bibelsprache festhielt bzw. festhalten möchte.

Ziel ist es, die gegenseitige Einflussnahme von volkssprachigen Bibelübersetzungen und religiösen Reformen zu beleuchten. Wir bitten darum, Vortragsthemen für das geplante Kolloquium einzureichen.

Lesen Sie hier mehr. Das Programm finden Sie hier.

Beteiligte Einrichtungen: Katholieke Universiteit Leuven (B), VU University Amsterdam (NL), Niederländische Bibelgesellschaft (NL), Johannes a Lasco Bibliothek Emden (D). Die Konferenz ist Bestandteil der Forschungsinitative Refo500.

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