Twittechismus wird mit GH-Preis ausgezeichnet

16-09-2010

Die Gereformeerde Hogeschool in Zwolle hat am 10. September dem Twittechismus den GH-Preis für Wissen und Identität verliehen. Der Twittechismus, ein Projekt im Rahmen von Refo500, machte den zweiten Platz. Für die Jury waren vor allem die Kreativität des Inhalts, der Einsatz des Mediums Twitter und die große Reichweite ausschlaggebend.

Jurymitglied Klaas Jager: „Ich weiß nicht, ob Sie selbst auch twittern, aber wir fanden es als Jury sehr bemerkenswert, dass der Heidelberger Katechismus in der Gegenwartssprache, durch ein extrem modernes Medium und ein ausgeklügeltes Kommunikationsnetz, in Zusammenarbeit mit vielen Menschen, worunter Studenten unserer Akademie Theologie, im Jahr 2010 eine große Verbundenheit zu schaffen vermag. Ich habe die Probe aufs Exempel gemacht und bei Google die Suchergebnisse von unterschiedlichen Stichwörtern wie „Heidelberger Katechismus“, „Reformationsjubiläum“ etc. angeschaut: Twittechismus stand dabei wiederholt in den Top 10 der Hits. Es gibt mehr als 400 „Followers“ bei Twitter und die Tweets rufen interessante Blickwinkel und Reaktionen hervor. Obwohl einige der Jurymitglieder nichts mit Twitter als Medium anfangen können, machte die Kreativität und Innovationsfähigkeit dieser Einsendung immer mehr Eindruck auf uns.“

Der Preis wurde von Herman Selderhuis, Direktor von Refo500, und Hans Havinga, Sachbearbeiter der Gereformeerde Hogeschool und Initiator des Twittechismus, entgegen genommen. Hans Havinga ergriff im März 2010 die Initiative für den Twittechismus. Schon bald hatten sich genügend Twitterer gemeldet, die die 129 Fragen und Antworten des Heidelberger Katechismus in kurze Twitter-Berichte (Tweets) von maximaal 140 Zeichen umsetzten. Im Mai wurde einigen Bekannten von Refo500 der erste Tweet in Heidelberg angeboten.

In seinem Dankeswort sagte Havinga, dass der Twittechismus dank Refo500 so schnell publik wurde. „Refo500 ist ein großartiges Mittel, um neue Ideen zu entwickeln und sie mit anderen umzusetzen.“ Selderhuis ist froh über den Preis und lobte die GH für ihre Beteiligung an Refo500. „Die Gereformeerde Hogeschool hat von Anfang an die Möglichkeiten von Refo500 erkannt und gehört inzwischen zu einem der aktivsten Partner des Projektes.“

Auf dem ersten Platz des GH-Preises steht „Doe me een deugd“, einer Methode der Beschäftigung mit Tugendethik in Grundschulen, die den GH-Preis 2010 gewonnen hat. Die Jury sprach von einem knappen Sieg. Beim Twittechismus sprach vor allem die Kreativität des Inhalts, der Einsatz des Mediums Twitter und die große Reichweite an.

Der Twittechismus startete im Mai dieses Jahres und läuft noch bis zum 4. Oktober 2010. Täglich zu folgen über Twitter.

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Die Preisträger: links: Dr. Herman Selderhuis und Hans Havinga (Refo500/Twittechismus); in der Mitte: Juryvorsitzender Klaas Jager; rechts: Drs. Wilma van der Jagt und Pieter Vos (Doe me een deugd). Foto: Carmen van Coesant.