Erster Refo500 Konferenz in USA über dier Herausforderungen und Möglichkeiten der Reformation

30-09-2010

In Louisville, im amerikanischen Staat Kentucky, wurden Montag und Dienstag die Herausforderungen und Möglichkeiten von heute bis zum 500. Geburtstag der Reformation im Jahr 2017 besprochen. Mehr als 70 Menschen kamen zur ersten Refo500-Konferenz auf dem prachtvollen Campus vom Refo500-Partner Baptist Theological Seminary.

Viele Lesungen am Montag drehten sich um die Bedeutung der Reformation. Dr. Timothy George, Präsident der Beeson Divinity School, einer der Hauptredner des Programms am Montag, bezeichnete die Reformation, wenn es um verschiedene Fragen rundum die Bibel geht, als Erdbeben.

Auch der Lutherische Theologe Dr.Erik Herrmann von Concordia Lutheran Seminary nannte in seiner Lesung den postmodernen Mensch, der inmitten des Chaos auf der Suche nach Sicherheit ist. Luthers Theologie des Wort Gottes könne Menschen dabei helfen, Sicherheit im Glauben zu finden.

Johannes Witte von Witte Travel erklärte, dass Gespräche über die Reformation die eine Sache seien, dass ein Besuch der Orte, an denen sie derzeit geschah (wie Wittenberg, Heidelberg, Genf etc.) eine völlig andere Erfahrung bedeuten könne. Er sprach dann auch allen seine Empfehlung dafür aus. Dr. Frieder Hepp des Kupfälzischen Museums Heidelberg, ließ anhand von Abbildungen sehen, warum ein Besuch in Heidelberg mehr als lohnend ist und äußerte die Hoffnung, dass viele Reisen in den kommenden Jahren folgen werden , z.B. im Jahr 2013, in dem das 450. Jubiläum des Heidelberger Katechismus im großen Stil begangen werden soll.

Einer der wichtigsten Anführer des reformierten Baptismus´ in Amerika ist Dr. R. Albert Mohler, Präsident des Southern Baptist Theological Seminary. In seiner Ansprache schloss er sich dem bekannten Motto ecclesia reformata, semper reformanda an. Das Motto, von dem die Herkunft zwar unbekannt ist, zeigt jedoch deutlich, dass die Reformation niemals endet. Er nannte einige Beispiele von Bereichen, in denen die Reformation noch immer notwendig ist, wie z.B. die Reformation der Verkündung und die Reformation des Missionarsauftrags der Gemeinde.

Am zweiten Tag der Konferenz standen Lesungen von Joel R. Beeke von Puritan Reformed Seminary und Frank James III von Gordon-Conwell Seminary, J.V. Fesko von Westminster Seminary California und verschiedene Workshops auf dem Programm. Die Konferenz endete mit einem gemeinsamen Mittagessen.

Foto: Dr. Timothy George (Beeson Divinity School), Dr. Herman Selderhuis (Refo500) und Dr. Erik Herrmann (Concordia Lutheran Seminary).