Konferenz zu Refo500 in Lutherstadt Eisleben: Reformation aktuell machen

20-05-2011

Frau Angelika Müller-Tischer, stellvertretende Kulturamtsleiterin der Stadt Pforzheim, hat zusammen mit etwa 50 Abgeordneten von 15 Städten aus Deutschland die zweitägige Konferenz zu Refo500 in Lutherstadt Eisleben besucht. ‘Ich fühle mich ermutigt und weiß jetzt besser, wie ich die Reformation aktuell machen kann’.

Aus den Aussagen anderer Konferenzteilnehmer wurde klar, dass man weiterhin die internationale Netzwerkfunktion von Refo500 als äußerst wichtig für das Gelingen des Reformationsjubiläums betrachtet.

Die Lutherstadt Eisleben hat die Initiative für dieser Konferenz angenommen. Eisleben, wo Martin Luther geboren und gestorben ist, hat noch heute viele authentische Orte des Reformators.
Der Finanzminister des Landes S.-A. Jens Bullerjahn und die Oberbürgermeisterin Jutta Fischer schätzen die Reformation (1517-1648) und die Reformationsdekade 2017 als ein Weltereignis ein. Luther wird als Initiator der Reformation verstanden. Mit Luther begann die Reformation in Deutschland. Sie hat sich zu einem europäischen Ereignis mit weltweiten Folgen bis in die Gegenwart entwickelt, so Prof. Dr. Herman Selderhuis von Refo500.

Während der Tagung präsentierten Prof. Dr. Selderhuis und Karla Apperloo das Projekt Refo500 als Plattform und Netzwerkpartner. Frau Ute Klopfleisch als Sachgebietsleiterin der Stadtverwaltung der Lutherstadt Eisleben stellte Luthers Leben und Wirken und die Impulse aus seiner Heimat in einer beeindruckenden Übersicht dar. Die Reisepartner von Refo500 Witte Travel (USA), Historizon und Beter-Uit Reizen (Niederlande), sind jetzt dabei, viele neue Reisen und Ausflüge in Städte Deutschlands vorzubereiten, welche auch jetzt schon stattfinden. Prof. Dr. Antz, Referatsleiter im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt betonte in seinem Vortrag ‘Spiritualität zwischen Kirche und Tourismus’, dass es notwendig ist, auch andere Programme Menschen anzubieten, die zwar weniger kirchlich gebunden, jedoch religiös angesprochen werden möchten, da sie oft Sinnsucher sind, z.B. im Bedürfnis nach Geborgenheit. Das ist die große Aufgabe, der sich Städte und Kirchen touristisch und kulturell stellen, so Prof. Dr. Antz. Refo500 Medienpartner EIKON TV aus Berlin präsentierte seine Ideen, um die Reformation filmisch darzustellen. Die verschiedenen Präsentationen waren Anlass für inhaltsreiche Diskussionen zwischen den Teilnehmern.

Aus der Konferenz ist deutlich geworden, dass ein Interesse für Refo500 bei Städten in Deutschland gewachsen ist. Einige Städte haben sich schon angeschlossen, z.B. die Städte Nordhausen, Bretten, Heidelberg und die Lutherstadt Eisleben.
Die Erwartung ist, dass andere folgen. Daneben gibt es viele Organisationen in Deutschland die sich schon angeschlossen haben, unter denen auch die Stiftung LEUCOREA aus Wittenberg. Mit Konferenzende signalisierten viele Teilnehmer, intern zu überlegen, welche Möglichkeiten es gibt, sich an dieser Plattform mit mehr als 85 Partnern weltweit zu beteiligen.

Wie es weitergeht mit Refo500 in Deutschland ist noch eine spannende Frage, aber die Kontakte, die bis heute die Stiftung Refo500 mit vielen deutschen Einrichtungen hat, sind vielversprechend, so Refo500.

Eisleben/Enschede, den 20. Mai 2011

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Fotos: Lutherstadt Eisleben.
Foto oben: Konferenzteilnehmer im historischen Rathaus der Lutherstadt Eisleben.
Foto unten: Herr Jens Bullerjahn, Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt, Herr Dr. Herman Selderhuis und Frau Karla Apperloo von Refo500, Frau Jutta Fischer, Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben.

 

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